Historie

Unter der heutigen „Absteige zum Erbgericht“ befand sich einst eine Senke mit zwei oder drei kleinen Teichen. Da, wo heute Schauer und Schuppen stehen, sorgte ehemals eine alte Schnapsbrennerei für die Lösung aller Probleme.

Das Haus selbst wurde 1901 für Margarete Michel, eine Tochter des Nachbarhofes erbaut. Als Grafen-Gretel brachte sie bis nach dem zweiten Weltkrieg als Wirtin des „Gasthofes zum Erbgericht“ der Dorfjugend das Trinken bei. Nach 1949 dann in Nachbarschaft des Dorfkonsums, der sich unter demselben Dach befand und einen kleinen Tabak- und Zeitungsladen abgelöst hatte.

Mit Pudelmütze und nur noch einem Zahn (zum Flasche öffnen) lugte sie während ihrer letzten Jahre aus dem Waschhausfenster, beschimpfte die „Konsumweiber“ und hütete den unsichtbaren Schatz, von dem alte Ottendorfer heute noch zu berichten wissen...